Island legt Air-Berlin-Flieger an die Kette!

Düsseldorf/Reykjavík (Island) – Eigentlich sollte der Airbus A320 mit der Flugnummer AB3929 um kurz nach Mitternacht mit 70 Passagieren von Reykjavík nach Düsseldorf (NRW) abheben. Doch weil die insolvente Fluglinie angeblich ihre Rechnungen für Lande- und Startgebühren nicht gezahlt hat, nahm Island das Air-Berlin-Flugzeug kurzerhand fest!

Der Flughafenbetreiber Isavia erklärte, es gehe um Gebühren vor dem Insolvenzverfahren am 15. August.
Eine genaue Summe wollte ein Sprecher auf BILD-Nachfrage nicht nennen.
„Diese Maßnahme gilt jedoch als letzte Möglichkeit, um die Bezahlung bereits erbrachter Dienstleistungen sicherzustellen“, sagt er. Es sei bislang nur einmal vorgekommen, dass man eine solche Festsetzung angeordnet habe.
Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel ist stinksauer, kritisiert das Verhalten der Isländer aufs Schärfste! „Wir haben den Flughafen Keflavik aufgefordert, sein rechtswidriges Handeln umgehend zu beenden“, so Kunkel.

Hintergrund des absurden Streits ist die Insolvenz von Air Berlin, die seit dem 15. August dieses Jahres gilt. Der Sprecher betont, dass etwaige ausstehende Forderungen vor diesem Datum vom Flughafen an den Insolvenzverwalter gemeldet werden müssten. Allerdings: Das besagte Insolvenzrecht gilt nur in Deutschland, weshalb die Isländer nun sofort auf das Geld pochen.

Die Passagiere erfuhren von dem gestrichenen Flug erst am Gate, kamen aber mit einem Schrecken und einer Verspätung davon. Sie konnten noch am gleichen Tag mit einer anderen Air-Berlin-Maschine ausgeflogen werden. 50 Minuten später als geplant kamen sie gestern mit Flug AB3547 in Tegel an. Von hier aus mussten die Passagiere mit einem anderen Flug, Bus oder Bahn nach Düsseldorf weiterreisen.

Quelle: Bild.de

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