IVANA UND MELANIE TRUMP: Wer ist hier die First Lady?

Wenn Ex-Frauen sich öffentlich zu Wort melden, kommt meist Unschönes zutage. Donald Trumps erste Ehefrau Ivana hat nun ein Buch veröffentlicht – und in einem Interview einen Witz gemacht, der Melania überhaupt nicht gefiel.

Ivana Trump hat nie gern ein Blatt vor den Mund genommen. Die gebürtige Tschechin und Trump hatten 1979 geheiratet. 1992 ließen sie sich scheiden, nachdem Trumps Affäre mit der Schönheitskönigin Marla Maples bekannt geworden war. Die Scheidung beherrschte über Wochen die Klatschblätter New Yorks. Nun ist Ivana Trump, ehemaliges Modell und heute erfolgreiche Businessfrau, zurück in den Schlagzeilen. Grund ist ihr aktuelles Buch und ein damit verbundenes Interview.

„Raising Trump“, also Trump großziehen, hat sie ihr autobiografisches Werk genannt. Darin schreibt die erste Ehefrau des amerikanischen Präsidenten ziemlich offen über ihre Beziehung zu Donald Trump und dessen Rolle als Vater der drei gemeinsamen Kinder Donald Jr., Ivanka und Eric. Derzeit ist sie damit auf großer Werbetour unterwegs und hat mit ihrer unverblümten Art die derzeitige Trump-Ehefrau Melania ziemlich verärgert.

Grund war Ivana Trumps Interview mit „ABC News“ am Montag. Da sprach sie darüber, wie sie es geschafft hat, noch immer eine gute Beziehung zum Ex-Mann zu halten: „Die Scheidung war hart, das war für ihn wie ein Businessdeal, den er nicht verlieren wollte, denn er kann nicht verlieren. Aber als das nach zwei Jahren durch war, haben wir wieder angefangen miteinander zu reden und jetzt telefonieren wir regelmäßig.“ Und dabei gebe sie ihm auch schon mal Ratschläge. „Manchmal sage ich ihm, dass er nicht so viel reden und andere Sachen twittern soll“, sagt sie und lacht. Um ihren Status zu untermauern, betont sie sogar, die direkte Durchwahl zum Präsidenten im Weißen Haus zu haben. „Ich rufe da aber nicht an, wegen Melania. Wissen Sie, ich will keine Eifersucht wecken, denn im Grunde bin ich die erste Trump-Ehefrau, stimmt’s? Ich bin First Lady.“


Bilder einer Ehe: Donald Trump und seine damalige Ehefrau Ivana 1988 vor seiner Jacht am New Yorker East River-Pier : Bild: dpa

Diesen Witz fand die tatsächliche First Lady Melania Trump nun wiederum überhaupt nicht lustig und ließ ihre Sprecherin eine Stellungnahme veröffentlichen. Darin hieß es, die 47-Jährige fühle sich sehr geehrt durch ihre Rolle als First Lady der Vereinigten Staaten. „Sie hat vor, ihren Titel und ihre Rolle zu nutzen, um Kindern zu helfen – und nicht um Bücher zu verkaufen.“ Ein direkter Hieb gegen Ivana Trump. Die „Äußerungen einer Ex“ entbehrten jeder Grundlage. hieß es in der Stellungnahme weiter. Es handele sich bei Ivana Trumps Einlassung „leider nur um aufmerksamkeitsheischenden und eigennützigen Lärm“.

Letzteres mag stimmen, aber davon sollte man bei Ivana Trump nicht überrascht sein. Immerhin präsentierte sie bereits in einem Cameo-Auftritt in der Scheidungskomödie „Der Club der Teufelinnen“ (1996) ihr Motto, mit dem man Ex-Männern begegnen sollte: „Don’t get mad, get everything.“

Quelle: FAZ.NET

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