KRATER-ALARM! AUTOBAHN-LOCH WIRD JEDEN TAG GRÖSSER

Das Loch in der A20 bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern) wird von Tag zu Tag größer, wie Experten gut beobachten können. Warum das genau passiert, weiß noch niemand. Erst recht bleibt die Frage unbeantwortet, wann die wichtige Ostsee-Autobahn wieder befahrbar ist.

Spektakulär ist der Anblick allemal: Ein riesiges Loch von etwa 10 Meter Breite, 40 Meter Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe klafft auf der “Lebensader Mecklenburg-Vorpommern”.

Doch wie konnte es zu diesem Straßen-Dilemma überhaupt kommen?

Verkehrsminister Christian Pegel (43, SPD) fand bei einer Pressekonferenz darauf keine Antwort. “Welche einzelne Person etwas entschieden hat, würde man in uralten Akten vermutlich finden. Hilft mir momentan nicht weiter”, erklärt der verärgerte Minister, während auf der einen übergebliebenen Fahrspur noch der Verkehr langsam Richtung Osten vorbeirollt.

Nach Einschätzung der Experten wird es nicht bei der gesperrten Fahrbahn Richtung Rostock bleiben.

Die komplette Autobahn ist auf einer Torflinse gebaut, früher oder später wird sich der Abbruch auch auf die noch befahrbare Autobahnspur ausbreiten. Damit es dort zu keinem Unglück kommt, wird zwei Mal täglich und auch nachts die Fahrbahn genauestens kontrolliert.

Taucht ein Riss oder eine Absenkung von mehr als fünf Zentimetern auf, ist Schluss, betont Manfred Rathert, Chef des Landesamts für Straßenbau und Verkehr. Dann wird sich der komplette Verkehr über die 32 Kilometer Umleitungsstrecke quälen müssen. Ab Anfang November stehe eine zweite, kürzere Verbindung zur Verfügung, an weiteren, darunter einer nur vier Kilometer langen Verbindung, werde gearbeitet.

Aktuell werden die Planungen für eine Behelfsbrücke vorangetrieben.

“Wir müssen die Lebensader des Landes schnell wieder intakt bekommen”, sagt Pegel. Der Bund habe signalisiert, eine solche Brücke zeitnah zur Verfügung zu stellen. Sollten dafür die Planungen bis Ende 2017 abgeschlossen sein, könnten die Bauleistungen Anfang 2018 ausgeschrieben werden.

Ein Versprechen, dass alles bis zu den nächsten Sommerferien abgeschlossen ist, will zum Leidwesen vor allem der Tourismusbranche niemand geben. Derweil befasst sich die Bundesanstalt für Straßenwesen mit den Fragen nach möglichen Baufehlern. Dort könnte es auch um die Frage gehen, ob die Stützsäulen stark genug ausgelegt waren.

Für die Steuerzahler spiele es eh keine Rolle, wer nun Schuld hat, sagt die Vorsitzende des Steuerzahlerbundes in MV, Sophie Mennane-Schulze. Alle Gewährleistungsfristen seien abgelaufen.

Die immensen und vor allem noch gar nicht absehbaren Kosten werden auf den Schultern aller Deutschen abgeladen.

Quelle: tag24.de

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