Lebensgefährte der Mutter festgenommen

Frankfurt/Main – Die Augen blicken in die Kamera, das Gesicht des kleinen Mädchens ist umrahmt von blonden, glatten Haaren, die Stirn ist hinter einem Pony versteckt.

Seit Monaten tauchten von dem kleinen Mädchen immer wieder Videos im Netz auf. Unerträgliche Bilder, bereitgestellt im Darknet – einem schwer zugänglichen Bereich im Internet.

Von dem Täter gab es keine Fotos oder Videos im Netz. Da alle Fahndungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren, ergriffen Bundeskriminalamt (BKA) und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Montag ihre letzte Möglichkeit, suchten das Missbrauchs-Opfer per Öffentlichkeitsfahndung. Und konnten schon wenige Stunden später vermelden:

 

OPFER UND TÄTER SIND IDENTIFIZIERT!

Der Verdächtige wurde nach BILD-Informationen in Niedersachsen festgenommen. Mutter und Tochter sowie die Großeltern hatten sich auf einer Polizeistation gemeldet und den Lebensgefährten der Mutter angezeigt.

„Der Verdächtige wurde in den Abendstunden von der Landespolizei in einer Wohnung festgenommen. Das BKA hat den Einsatz koordiniert. Er ist deutscher Staatsbürger. Der Mann wird zur Zeit befragt.“

 

Über das Missbrauchsopfer sagt der Staatsanwalt: „Das Mädchen ist ebenfalls Deutsche und vier Jahre alt. Es wurde von einem Polizeipsychologen untersucht und ist jetzt wieder in elterlicher Obhut. Ob es morgen auch noch medizinisch untersucht werden muss, ist heute nicht entschieden.“

 

Quelle: Bild

 

 

► Ein BKA„Wir sind dankbar, dass unsere Öffentlichkeitsfahndung so schnell zum Erfolg geführt hat. Natürlich laufen die weiteren Ermittlungen jetzt auf Hochtouren.“

Der Täter soll das Mädchen laut Generalstaatsanwaltschaft von Oktober 2016 bis Juli 2017 mehrmals schwer sexuell missbraucht, den Missbrauch gefilmt und die Aufnahmen auf einer kinderpornografischen Plattform im Darknet verbreitet haben.

 

„Es ist sehr selten,dass wir mit Bildern der Opfer an die Öffentlichkeit gehen“,
so Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. „Das passiert wirklich erst dann, wenn sämtliche weitere Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind und wir keine andere Möglichkeit sehen, den Täter zu identifizieren.“

 

 

 

 

 

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