MUSLIMISCHE FEIERTAGE BALD AUCH IN DEUTSCHLAND?

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (63, CDU) stößt mit seiner Offenheit für die Einführung muslimischer Feiertage in der eigenen Partei auf Ablehnung.

De Maizière hatte sich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wolfenbüttel offen gezeigt, in bestimmten Regionen Deutschlands muslimische Feiertage einzuführen.

“Ich bin bereit, darüber zu reden, ob wir auch mal einen muslimischen Feiertag einführen”, erklärte de Maizière.

Allerheiligen sei auch nur dort Feiertag, wo viele Katholiken lebten. “Wo es viele Moslems gibt, warum kann man nicht auch mal über einen muslimischen Feiertag nachdenken.”

Infrage kämen etwa die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

In ihren Feiertagsgesetzen ist bereits festgeschrieben, dass an wichtigen islamischen Feiertagen Schüler vom Unterricht befreit werden können.

Auch Arbeitnehmer werden in dieser Zeit für den Besuch des Gebets freigestellt.

In Berlin betrifft es das Ramadan- und Opferfest. Hamburg und Bremen haben eine besondere Regelung für den Aschura-Tag.

“Feiertage haben in Deutschland eine lange Tradition. Für eine Änderung dieser gewachsenen Strukturen sehe ich keinen Bedarf”, sagte der niedersächsische CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Bernd Althusmann der Deutschen Presse-Agentur.

Althusmann kritisierte auch den Zeitpunkt für de Maizières Vorstoß: “Grundsätzlich halte ich Diskussionen über religiöse Feiertage im Wahlkampf für ungeeignet.”

In ganz Deutschland gibt es neun gesetzlich festgelegte Feiertage. Sie sind jeweils in den Sonn- und Feiertagsgesetzen der Länder festgeschrieben.

Nur der Tag der Deutschen Einheit ist bundesrechtlich geregelt.

Quelle: .tag24.de

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