NEUE THEORIE! DARUM KAM ES ZUM UNTERGANG DES ALTEN ÄGYPTENS

Die Pyramiden von Gizeh sind heute noch ein eindrucksvolles Relikt früherer Zeiten, die zeigen, dass das Alte Ägypten Reichtum, Wohlstand und Fortschritt zu bieten hatte. Dennoch war die Region um 30 v. Chr. dem Untergang geweiht, als das einstmals stolze Reich in römische Hände fiel.

Kleopatra, lange Zeit Königin des ägyptischen Ptolemäerrreiches, und ihr römischer Liebhaber Marcus Antonius mussten sich in der Schlacht von Actium dem römischen Herrscher Octavian, der später zum ersten römischen Kaiser Augustus gekürt wurde, beugen.

Doch schon in den Jahren zuvor hatte das Ägyptische Reich an Glanz verloren. So wurde das Land von Hungersnöten, Seuchen und Niedrigwasser heimgesucht. Korruption, Inflation und Landflucht machten die Runde.

Womit hing all dies zusammen? Wissenschaftler vom Trinity College in Dublin haben eine vollkommen neue Theorie entwickelt, die sie im Fachmagazin “Nature Communications” vorstellen. Demnach hätten vulkanische Eruptionen den Niedergang der eindrucksvollen Kultur verursacht.

Schließlich hätte in Ägypten sehr spezielle klimatische Gegebenheiten geherrscht.

“In dieser Region ‘wenn man nur ein paar Kilometer von der Küste entfernt ist’, befindet man sich effektiv in einem Sahara-Territorium”, so Francis Ludlow, einer der Wissenschaftler.

So behaupten die Forscher, dass sich im Zuge der Vulkanausbrüche Schwefelteilchen gebildet und sich in der Luft angesammelt hätten. Dies hätte sowohl einen Temperatursturz als auch geringere Regenfälle hervorgerufen. Die Wassermengen im Nil, der Hauptnahrungsquelle des Ägyptischen Reiches, wäre somit weniger geworden, teilweise versiegt.

Durch das fehlende Wasser hätten die Bauern Missernten eingefahren, was Hungersnöte verursacht hätte. Auf die wirtschaftliche Prosperität hätte dies negative Auswirkungen gehabt.

“Wenn es nicht ausreichend Wassermengen gibt, kommt es zu Unsicherheiten. Menschen beginnen ländliche Regionen zu verlassen, wandern in städtische Gebiete, suchen dort nach Nahrung. Es kommt zu politischen Spannungen”, so Ludlow in seiner Studie.

Die irischen Forscher meinen sogar, anhand von Daten über Wassermengen im Nil genau vorherzusagen zu können, wann es zu Vulkanausbrüchen kam.

Es liegt nun an anderen Wissenschaftlern, diese Hypothesen zu überprüfen und zu bestätigen oder gar zu widerlegen.

Fotos: dpa (Symbolbild)

QUelle: www.tag24.de

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