SPAZIERGÄNGERIN DACHTE, DAS WÄRE EINE HAUSKATZE…

Wie schrecklich: Eine Frau entdeckte das flauschige Kätzchen vor zwei Wochen völlig allein neben seiner toten Mutter. Daraufhin entschied sie sich, die vermeintliche Hauskatze mit zu sich nach Hause zu nehmen…

Doch schnell stellte sich heraus: Dieses Kätzchen war anders. Es verhielt sich aggressiv und war ständig am Fauchen.

So brachte die Frau das Kitten in ein Tierheim, wo die Vermutung aufkam, dass es sich hier nicht um eine normale Katze, sondern um eine Wildkatze handeln könnte.

Kurz darauf informierten die Tierheim-Mitarbeiter Thomas Götz vom Hessen-Forst. Und tatsächlich: Bei dem kleinen Kätzchen handelte es sich um eine Wildkatze!

Förster Thomas Götz aus dem Taunus gilt landesweit als Ansprechpartner, wenn es um die Unterbringung verwaister Wildkatzenjungen geht – auch, weil im Taunus besonders viele Wildkatzen beheimatet sind. “Mittlerweile haben sie sich aus dem südhessischen Bereich in ganz Hessen beheimatet – eigentlich eine schöne Entwicklung”, sagt er.

Auf sich allein gestellt, könnte das Katzenjunge den Winter wohl kaum überleben. “Wenn es bei der Mutter wäre, könnte sie es schaffen”, meint Beckmann. Da Wildkatzen streng geschützt werden, hilft nun der Zoo.

Nach einer 30-tägigen Quarantäne wird das Jungtier im Wildkatzengehege untergebracht und über den Winter aufgepäppelt. Ein Dauergast im Zoo soll es nicht werden, ebenso wenig wie die drei etwas ältere Katzenjungen, die in einem anderen Gehege ebenfalls auf das Ende ihrer Quarantänezeit warten. Da sich die Tierwaisen nicht mehr an eine Katzenmutter schmiegen können, gibt es für alle Fälle ein Kuscheltier in die Box.

“Im Frühjahr werden sie wieder ausgewildert”, versichert Jörg Beckmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Opel-Zoos im hessischen Kronberg. Der Zoo will den kleinen Katzen nur die Chance geben, die kritischen Wintermonate in Sicherheit zu überleben. Danach könnten sie selbst für sich sorgen.

Quelle. www.tag24.de

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