Vietnam räumt korruptes Bankensystem auf und verurteilt Top-Banker zum TOD wegen Betruges

Ein Gericht in Vietnam hat Nguyen Xuan Son, ehemaliger Vorsitzender von PetroVietnam und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Ocean Bank, wegen Betrugs zum Tode verurteilt. Er wurde der Untreue und der vorsätzlichen Verletzung staatlicher Regeln über die Wirtschaftsführung für schuldig befunden, was zu schwerwiegenden Folgen und Missbrauch von Stellung und Macht führte.

Der Volksgerichtshof in Hanoi verurteilte auch Ha Van Tham, Gründer der Ocean Group und einst einer der bekanntesten Magnaten Vietnams, zu lebenslanger Haft. Der ehemalige Vorsitzende der Bank, einer der reichsten Menschen Vietnams, wurde der Unterschlagung, Verstößen gegen Kreditvergabevorschriften und des Machtmissbrauchs für schuldig befunden. Dutzende andere Bank- und Energiebeamte wurden ebenfalls inhaftiert.

Die Todesstrafe war von der Staatsanwaltschaft empfohlen worden. Da die Ocean Bank sich teilweise im Staatsbesitz befindet, wurde das Verbrechen von Son an der falschen Handhabung staatlicher Gelder als besonders schwerwiegend eingestuft. Nachdem er die Ocean Bank verlassen hatte, stieg er zum Chef des staatlichen Ölgiganten PetroVietnam auf. Im Jahr 2015 übernahm die Zentralbank die Ocean Bank, nachdem sie ihre Schulden nicht bezahlt hatte. Insgesamt standen 51 Beamte und Banker vor Gericht, die der Misswirtschaft beschuldigt wurden, welche zu Verlusten in Höhe von 69 Millionen US-Dollar führten.

Richter Truong Viet Toan sagte:“Das Verhalten von Tham und Son ist sehr ernst, verletzt die Verwaltung des Staatsvermögens und verursacht öffentliche Missstände, was eine strenge Bestrafung erfordert.“

Son beteuerte seine Unschuld und werde gegen das Urteil des Volksgerichtshofs von Hanoi Berufung einlegen, sagte sein Anwalt, Le Minh Tam, gegenüber Reuters.

Laut Amnesty International ist Vietnam einer der größten Henker der Welt. Dies ist jedoch wohl das erste Mal seit Jahren, dass die Todesstrafe gegen einen so hochstehenden ehemaligen Beamten verhängt wurde.

Vietnam, das auf Platz 113 von 176 Ländern im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International rangiert, ist eines der korruptesten Länder Asiens. Das Urteil kommt in einer sich intensivierenden Korruptionsbekämpfung und Positionsbestimmung innerhalb der herrschenden kommunistischen Partei.

Die Regierung hat sich verpflichtet, dieses Problem anzugehen, um das Wirtschaftswachstum des Landes anzukurbeln Im Mai war ein vietnamesischer Spitzenbeamter wegen „schwerer Verstöße“ entlassen worden, während er PetroVietnam leitete.

Während Banker Billionen von US-Bürgern plündern und keine Konsequenzen fürchten müssen, zeigt Vietnam, dass sie eine strenge Bestrafung für Korruption haben – den Tod. Das Free Thought Project schreibt:

„Dennoch, egal unter welchen Umständen, ein Ergebnis wie dieses ist in den USA nach wie vor nicht möglich: immerhin sind es gerade die betrügerischen Bankiers der USA, die die gesetzgebenden und gerichtlichen Ämter kontrollieren, und zuletzt die Exekutive, ganz zu schweigen von der Zentralbank, weshalb es in den USA nie zu einer Abschreckung von erheblichem Ausmaß kommen wird, und kleine, mittlere und große Diebstähle werden unvermindert weitergehen, mit einem gelegentlichen Klaps auf die Finger, bis nichts mehr zum Stehlen übrig ist“

Quelle: http://derwaechter.net

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