WAR TIL SCHWEIGER BETRUNKEN, ALS ER AUF FACEBOOK SCHRIEB?

Es war nachts um drei in Hamburg, der dritte Tschiller-Tatort lief eines Sonntags. Til Schweiger gibt jetzt zu, dass er nicht nüchtern war, als er sich auf Facebook erleichterte.

Wenn Til Schweiger austeilt, dann richtig. Die Themenvielfalt ist gewaltig: seine Tochter, sein Tatort, sein Restaurant, sein Bier, seine Regisseurtätigkeit…, seine Satire, seine Fans – seine Hater…

Die Flüchtlingskrise war oft Schweigers Anliegen. 2015 legte er sich mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer an (“Sie gehen mir auf den Sack”)…

Im aktuellen “Gala”-Interview (“Über seine Wut im Netz”) erklärt er nun sich und wie es von Zeit zu Zeit zu seinen verbalen Ausrastern kommt. Vorweg: Til Schweiger steht zu sich und seinen Posts.

Jedoch, so manchen Kommentar bereut auch er.

Im letzten Jahr haben viele ihr Fett weg bekommen. Die “Tatort”-Kritiker mussten ein dickes Fell haben. Die AfD sowieso. Vor Kurzem wollte er gar sämtliche Hass-Kommentare veröffentlichen. Aber warum?

“Ich kann nicht anders”, erzählt Neu-Gastronom Til Schweiger im Gala-Interview. “Ich habe eine Menge Menschen verletzt.”

Facebook ist derzeit offenbar seine Bühne. “Ich bin bestimmt schon an tausend Leuten vorbeigegangen, die mich oder meine Filme nicht mögen, die aber nicht den Mut hatten, mir das zu sagen.” Und wieder wütet er gegen die “Internet-Trolle”.

In dem ehrlichen Interview gibt der Schweiger zu, ab und an übers Ziel hinaus geschossen zu sein: “Ich habe schon eine Menge Menschen verletzt, aber nicht aus Vorsatz, sondern weil ich eine sehr direkte Art habe. Wenn ich das gemerkt habe, dann habe ich mich immer sofort und ehrlich entschuldigt.”

Bereut er manches, das er von sich gab? Ja, von seinen Facebook-Aktivitäten bereut er wohl vor allem seine Reaktionen auf den dritten Tschiller-“Tatort” (TAG24 berichtete).

Schweiger sei damals nicht “mehr wirklich in der Verfassung gewesen”, sinnvolle Worte zu wählen. Denn es war wieder nachts um drei, als er sich Luft machte über die hereinhagelnde Kritik und die “Tatort”-Verrisse zu seiner Figur “Tschiller”.

“Den habe ich wirklich bereut. Da hatte ich aber auch meinen Frust weggetrunken, und es war drei Uhr morgens. (…) Und als ich die ganze Häme und die Verrisse gelesen habe, bin ich durchgedreht. Als ich das am nächsten Morgen gelesen habe, dachte ich: Ich häng mich auf”, sagte er im Gala-Interview.

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