WEGEN HITLER-VIDEO: DYNAMO DRESDEN LÄDT JAN BÖHMERMANN EIN

Er war wieder da: Schmäh-Kritiker Jan Böhmermann (36). Auch wenn die vergangene Sendung des “Neo Magazin Royale” nur tiefliegendes Mittelmaß war, gab es einen vermeintlichen Höhepunkt – Böhmermanns Hitler-Parodie, in der der Freistaat Sachsen natürlich wieder eher rechts landete.

Lange Zeit hatte Jan Böhmermann keinen wirklich richtigen Aufreger mehr. Nach der Sommerpause ging es mächtig lahm zu. Auch wer nach der Bundestagswahl ein explosives Böhmermann-Feuerwerk erhofft hatte, wurde bitter enttäuscht.

Was tun? Adolf Hitler geht immer: Also schlüpfte der Spartensender-Moderator Böhmermann mal wieder in seine Rolle als YouTuber “Adi Hitler”.

Sein ungefähr viereinhalbminütiges Wortspiel-Klabauter startete mit Hitler-Witzchen a la: “grob über den Scheitel gerechnet, “Hetzflix”, “Heiltunes”, “Tinder Nazigold”, “Reichbahncard 1000”, “SSprit”, “Tommy Hilfhilter” oder “Hasstra Braunlicht” und Ähnlichem. So weit, so gähn…

Dass aber auch Dynamo Dresden in seinem Influencer-“Sketch” verbraten wurde, fiel auch der Mannschaft selbst auf. Diese reagierte prompt mit einer persönlichen Einladung, um das Böhmermann’sche “Schubladendenken” geradezurücken…

Die Passage, in der Böhmermann-Hitler Dynamo direkt aufs Korn nimmt, lautet folgendermaßen: “Sky Bundesliga, ich muss ja sehen, wie meine Jungs aus Dresden gespielt haben. Licht am Fahrrad, Licht am Fahrrad. Dynamo.”

Dynamo Dresden selbst schreibt auf Twitter dazu: “Lieber @janboehm, wir schätzen deinen Humor & die Kunstfreiheit, aber dieses Schubladendenken wird unserem Verein nicht gerecht! Du bist hiermit herzlich zu einem Heimspiel eingeladen. LOVE DYNAMO – HATE RACISM 👉 http://bit.ly/2z4Ef98 @neomagazin #LDHR #sgd1953”

Das sitzt. Wir sind gespannt, wie Jan Böhmermann die Einladung aufnimmt… Die Hitler-Parodie seht Ihr in der ZDFneo-Mediathek >> hier (ca. ab Minute 27).

Wer neben Hitler noch anderen Klamauk mag, kann sich gern die gesamte Show anschauen: In der aktuellen Sendung gibt’s noch den Schulz-Clown, einen (AfD-)Weidel-Ohr-Gag und ein Interview mit Schauspielerin Jella Haase („Fack Ju Göhte“).

Bedeutet im Klartext: Die Sendung wirkt zerhackt – hastig abgedrehte Clips ohne viel Kontext. Wann schafft der ZDFneo-Komödian mal wieder ein wirklich gutes Schmäh-Gedicht?

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Quelle: tag24.de

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